Wie ich mit einer akuten Mastzellaktivierung und Histaminausschüttung umgehe

Heute hatte ich eine starke Mastzellaktivierung und Histaminausschüttung, was für dich, lieber Leser, einen ungeheuren Glücksfall darstellt, da ich dies zum Anlass nehme, so eine Situation einmal genauestens zu analysieren, was für dich sehr aufschlussreich sein dürfte. Natürlich teile ich auch mit dir, wie ich mit der Situation umgegangen bin.

Jan und ich waren mit den Fahrrädern unterwegs, schwimmen, danach ein Besuch im Gewächshaus der Spirulinafarm unserer Freundin Sónia.

Wieder zuhause war ich ziemlich am Schwitzen, ich bekam unangenehme Hitzewallungen und musste erstmal raus aus dem dicken Mantel und dem Pullover. Wir mussten zuvor lange Strecken bergauf radeln, im Gewächshaus war es ziemlich warm gewesen, und die Sonne war nun hinter den Wolken hervor gekommen. Ich merkte, dass meine Laune mit einem Schlag in den Keller sank, ich fühlte Aggression in mir aufsteigen, Ungeduld, Genervtheit, Geräuschempfindlichkeit, Geduldsfaden quasi nicht mehr vorhanden. Kein Augenkontakt mehr, ich wollte einfach nur allein sein.

Ich merkte, dass mein Blutzucker ziemlich im Keller war, begann, mir etwas zu Essen aufzusetzen, trank auch etwas, musste gleichzeitig aber noch alles Mögliche erledigen für Mensch und Tier.

Am Ende ging mein Kreislauf in den Keller, ich musste mich kurz in den Liegestuhl liegen, und meine Armbeuge begann heftig zu jucken und sich rote Pusteln zu bilden (sie war soo gut am Abheilen, merde!). Jan brauchte dann Hilfe von mir, aber ich fühlte mich ziemlich schwach, hatte Konzentrations- und Wortfindungsstörungen.

So langsam dämmerte es einem kleinen funktionierenden Teil meines Gehirns dann, dass es meinem Körper akut WIRKLICH mies geht wie schon lange nicht mehr (drei Systeme betroffen, ZNS, Herz-Kreislaufsystem & Haut), außerdem bin ich nicht der Typ, der sich lange hängen lässt, meinen Lieben zu liebe, und ich begann aktiv zu analysieren und zu agieren.

Was war passiert?

  • Ich war völlig überhitzt.
  • Die Radtour überstieg etwas meine aktuelle körperliche Fitness
  • Es ist Wintersonnenwende, hier toben gerade für diese Jahreszeit außergewöhnliche Stürme auf den Azoren, unser Schwimmen war auch ein heftiges Wellenbad, was mir fast zu viel war, also auch bioenergetische Extremfaktoren. Unseren Mastzellen entgeht nichts!
  • Ich bin kurz vor meiner Periode.
  • Ich spüre diese Tage emotional und körperlich einiges Heftiges aus diesem Jahr hochkommen, was ich am Verarbeiten bin.
  • Wir hatten akut eine Nachricht bekommen, die uns nervös machte.
  • Ich hatte in der Spirulinafarm von Sónia Smoothie zum Probieren bekommen, wo Ananas drin war und was einfach für mich in dem Moment zu hoch glykämisch war.
  • Ich hatte an dem Morgen und die Tage davor Detox gemacht und zu wenig für die aktuelle Belastung zu mir genommen.

Ich habe also die komplette Breitseite an Histamintriggern abbekommen. Ich übe mit meinen Klienten immer wahrzunehmen, was wirklich alles mit beiträgt, statt nur auf unser (lebenswichtiges!) Essen zu schauen und es als den einzig Schuldigen hinzustellen, was nicht sehr gesundheitsfördernd ist.

Was habe ich unternommen, um da wieder herauszukommen?

Zunächst verfolgte ich Dr. Batmanghelidj Rat, den ich ebenso vom Jodprotokoll zur Entgiftung sowie von Seefahrern gegen Seekrankheit kenne, in Wasser aufgelöstes Meersalz zu trinken, um auf osmotischem Wege das Histamin aus den Zellen zu bekommen und über die Nieren auszuleiten.

Außerdem löste ich mir ca. 300mg Ascorbinsäurepulver in Wasser und trank es. Vitamin C zerstört Histamin im Blut.

Alleine das viele Trinken war sicher eine wertvolle Maßnahme.

Zuvor hatte ich natürlich dafür gesorgt, meine Körpertemperatur runterzubekommen, raus aus Mantel und Pulli und an einen kühlen Ort.

Dann aß ich eine kräftig, meinem metabolischen Typen gerechte Mahlzeit (zu den verschiedenen Bedürfnissen je nach Typ, Jahreszeit, Zyklus, Krankheitsstadium, Stresslevel etc… lerne hier ausführlich in meinem Ebook sowie in meinem Videokurs) mit antientzündlichen Zutaten wie Ingwer und Kurkuma (mehr dazu in diesem Ebook).

Und gönnte mir einfach einen Moment der Ruhe, langsames, achtsames Essen, mal kurz Füße hochlegen, Augen zumachen, Selbstakzeptanz.

Körperübungen und Körpermeditationen haben mir über die Jahre dazu verholfen, meine Symptome angstfrei, gelassen und vernünftig zu betrachten, sodass ich meinem System nicht noch mehr Stress bereite (was zu weiterer Mastzellaktivierung und Histaminausschüttung führt) und handlungsfähig bleibe.

Dir würde ich grundsätzlich raten, dir eine Liste mit möglichen Notfallmaßnahmen zu erstellen für solch einen Fall. Mehr dazu auch in diesem Videokurs.

Auf meine juckende und brennende Armbeuge machte ich mir eine dünne Paste aus reinem Natron, die ich wenige Minuten einwirken ließ und dann wieder abspülte, dann war auch der Spuk schnell vorbei.  

Nach nichtmal einer Stunde war ich wieder vollkommen einsatzfähig.

Ich hoffe, lieber Leser, dass ich mit meinem Beispiel dir ein wenig helfen konnte, wenn du selbst in Zukunft mal in eine ähnliche Situation kommst. Teile mit uns gerne deine Erfahrungen und Fragen dazu!

Wenn du grundlegend beginnen möchtest, deinen Körper und seine Reaktionen zu verstehen und mit System nach meiner Methode aufzubauen, möchte ich dir mein kostenloses Grundlagenebook sowie mein Darm-Ebook ans Herz legen.

2 thoughts on “Wie ich mit einer akuten Mastzellaktivierung und Histaminausschüttung umgehe

  • Avatar
    26. Dezember 2020 at 15:25
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    Hallo Doro

    Mal eine Frage hast du dich schon mal auf Nebenniereninsuffizienz testen lassen?
    zu wenig Cortisol und deswegen diese heftigen Reaktionen?
    mir geht genau so, und meine NN liefern zu wenig Cortisol.
    Deine Radtour zuviel Cortisol verbraucht, darum der Schub??
    der Gegenspieler zu Histamin zu wenig geworden….

    Gruß Franz

    Reply
    • Doro
      4. Januar 2021 at 14:18
      Permalink

      Lieber Franz,
      danke für deinen Kommentar!
      Ja, meine Nebennieren sind definitiv ein Schwachpunkt bei mir und die wurden dieses Jahr auch über die Grenzen wieder strapaziert. Sie hatten sich ja super erholt, waren sehr angeschlagen nach über 20 Jahren Cortisonnutzung und einer traumatischen Kindheit und Jugend. Gib gerne mal Nebennieren in die Suchfunktion ein, da schreibe ich hier immer mal wieder zu.
      Herzliche Grüße,
      Doro

      Reply

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