Entzündungshemmende, histaminsenkende Lebensmittel

Dass nicht eine Ernährung mit dem Fokus auf Histaminarmut gesund machen kann, besonders, wenn dabei weiterhin entzündungsfördernde Lebensmittel gegessen werden, sondern vielmehr eine Ernährungsweise, die abwechslungsreich ist und vollgepackt mit antientzündlichem Gemüse in allen Farben, sollte selbstverständlich sein. Histaminintoleranz ist nicht normal, sondern ein Zustand, der auf tieferliegende Probleme hindeutet, die dringend behoben werden müssen. Deswegen halte ich es für fatal, dass die meisten Ärzte und Ernährungsberater den Patienten lediglich eine (sehr lange) Liste mit zahlreichen Nahrungsmitteln mitgeben, die sie streichen sollen. Zum einen weisen diese Listen oft gravierende Unterschiede auf, die darauf hindeuten, dass die Forschung dahingehend bei weitem noch nicht ausgereift ist, zum anderen wäre es genauso wichtig, den Patienten mitzuteilen, WAS sie essen SOLLEN, um gesundheitliche Fortschritte zu machen und nicht in eine Mangelsituation zu geraten.


 

Mutter Natur stellt für uns glücklicherweise eine ganze Reihe an Superfoods zur Verfügung, die aktiv einem hohen Entzündungs- und Histaminlevel entgegenwirken. Hier habe ich eine Reihe dieser Lebensmittel und Stoffe aufgelistet (die ich auch selbst schon erfolgreich ausgetestet habe):

Erbsenkeimlinge (roh! Reich am Enzym Diaminoxidase)

Brokkolikeimlinge (reich an entgiftenden Schwefelverbindungen (Sulforaphane), antikrebs)

Ein Tee aus frischen Brennnesselblättern

Chlorella (unterstützt die Ausscheidung von Giftstoffen) (Achtung: Nicht in großen Mengen verwenden zur Entgiftung und ausschließlich in Verbindung mit Bindern wie Zeolith!! Nicht bei Verstopfung oder großen Problemen mit den Ausscheidungsorganen. Viel trinken. Nicht bei großer Empfindlichkeit und Amalgamfüllungen!!)

Spirulina (histaminsenkend; bei Algen würde ich nicht an der Qualität sparen, habe im Meeresbiologischen Institut meiner Uni schon selbst Mikroalgen gezüchtet und mich auf den Azoren mit einer Züchterin ausgetauscht und weiß, dass man da leicht mit billigen Düngemitteln Schindluder treiben kann, deswegen Bioqualität kaufen)

Baobab (reich an Zink und Vitamin C, gutes Präbiotikum)

Bromelain (Enzym aus der Ananas (reines Enzym, ohne Histamin), sehr entzündungssenkend, biofilmauflösend, ich nehme es vor dem Essen ein, mit Papain, da es auch bei der Eiweißverdauung hilft); Hier noch ein Präparat zusammen mit Papain.

Schwarzkümmel-Öl (auf gute Qualität achten, ich hole kaltgepresstes beim Türken, das hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, hält Zecken ab, wenn man es regelmäßig einnimmt. Hilft mir in der Heuschnupfensaison viel! Im Kühlschrank lagern. Nicht erhitzen! Ich würde es nur kurweise anwenden und immer nach einer Flasche eine Weile Pause machen, da es sehr reich an Omega-6 Fettsäuren ist und im Übermaß zur Belastung für die Leber werden kann aufgrund der ätherischen Öle. )

Maca (reich an B-Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen, für ein Hormongleichgewicht, und beruhigt das Nervensystem, das bei einem hohen Histaminlevel oft sehr belastet ist)

Vitamin C (unterstützt das Enzym Diaminoxidase, unterstützt Immunzellen und die Nebennieren, senkt aktiv den Bluthistaminspiegel, hilft, die Zellen besser mit Sauerstoff zu versorgen. Lasse es mir sogar als Infusionen verabreichen. Habe das Gefühl, dass es mir in Form von Ascorbinsäure am besten hilft, auch der Krebsarzt Max Gerson empfahl diese Form.)

Ingwer (sehr entzündungshemmend, gut für die Verdauung, H1-Rezeptor-Antagonist, H2R-Blocker)

Kurkuma (sehr entzündungshemmend, antihistamin, antikrebs, am besten frische Wurzel oder Extrakt verwenden)

Zitronengras (antihistamin, biofilmauflösend und dabei sehr lecker)

Bioflavonoide: Quercetin, Lutein, Rutin (mastzellstabilisierend)

Tulsi (H2R Antagonist, als Tee sehr lecker)

VIEL frische Kräuter verwenden (Nährstoffbomben, histaminsenkend, mastzellstabilisierend durch Bioflavonoid Luteolin)

Außerdem allgemein viel Gemüse (mikronährstoffreich, sehr wichtig zur Entgiftung: Zur Glutathionbildung)


 

Weitere Nahrungsergänzungsmittel, die ich für sehr wichtig halte, da sie das Immunsystem unterstützen und zur Stabilität von Mastzellen unerlässlich sind:

Vitamin D3 (Cholecalciferol, seitdem habe ich keine Winterdepressionen mehr und gibt mir insgesamt Energie. Persönlichen Vitamin D-Spiegel im Blut bestimmen lassen! Ich nehme immer standardmäßig 2000-5000 I.U. täglich im Winterhalbjahr. Bei einem starken Mangel aber viel zu wenig!) Verbessert die Calcium (wichtig für gesunde Mastzellen!)-Aufnahme. Immer zusammen nehmen mit:

Magnesium ( Citrate können bei HI unverträglich sein, genauso wie Orotate, Oxide werden nicht so gut vom Körper aufgenommen)

-und Vitamin K2 (sonst kann es der Körper nicht richtig verwerten)

-Im Zusammenhang mit Vitamin D wird außerdem dazu geraten, auf eine ausreichende Vitamin A Aufnahme zu achten.

Adaptogenpräparat (Tulsi, Ashwagandha, Ginseng, Shizandra, Rhodiola…): Antientzündlich, ermöglichen besseren Umgang mit psychischem und physischem Stress. Mir hat dieses Präparat sehr gut getan.

Viel Omega-3 (vor allem DHA und EPA! Aus Fisch, ich vertrage auch ganz frische Austern, Lamm und Weiderind enthält auch einiges an Ω3), wenig Omega-6 zur dir nehmen (diese ganzen billigen Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl weglassen, auch Geflügelfleisch ist recht reich an Ω6).

L-Glutamin: Hilft beim Aufbau einer gesunden Darmwand und wirkt somit zum einen Entzündungen im Darm (die Histamin freisetzen) entgegen und hilft gleichzeitig bei der Regeneration der DAO. Ich glaube, dass es mir sehr geholfen hat und werde es mir auch wieder holen. Es wirkt bei mir beruhigend auf Hautentzündungen und ich merke nach Einnahme einen leichten Energieschub.

Probiotika (Zur Unterstützung des Darms und des darmassoziierten Immunsystems; hier muss ich an anderer Stelle nochmal näher eingehen, ein sehr wichtiges Thema) Ich selbst nehme und vertrage super: Prescript-Assist (Bodenbakterien, recht neu aus den USA, essentiell für unseren Darm), Omnifloraund Perenterol forte (verdrängt Candida aus dem Darm). Diese Probiotika enthalten keine histaminproduzierenden Stämme.

Denk dran, wir sind alle verschieden, deswegen teste immer für dich mit System aus, was du verträgst und was nicht. Kaufe alles in möglichst hoher Qualität. Achte bitte auch auf unverträgliche Zusatzstoffe. Kaufe keine Nahrungsergänzungsmittel, die Detergenzien enthalten wie z.B. Sodium Lauryl Sulfat / Natriumdodecylsulfat.


Wichtig ist natürlich trotzdem im Hinterkopf zu behalten, dass auch diese Stoffe keine Magie wirken werden. Es muss insgesamt ein Zusammenspiel aus gesunder Ernährung und gesundem Lebensstil sein. Aber sie werden es dir sicher erlauben, das ein oder andere nährstoffreiche Lebensmittel wieder einführen zu können und dir in einer Notsituation wieder schneller auf die Beine helfen. Natürlich gilt auch hier: Jeder ist verschieden und man kann eine Unverträglichkeit gegen grundsätzlich alles haben, von daher vorsichtig austesten.

Eliminating foods doesn´t heal, nutrition does. ~Yasmina Ykelenstam, the Low Histamine Chef


Hier kommst du zu meinem praktischen Ratgeber im E-Bookformat zur gesunden Antihistaminernährung

27 thoughts on “Entzündungshemmende, histaminsenkende Lebensmittel

  • 26. Februar 2016 at 10:04
    Permalink

    Huhu,
    ich wollte dir nur mitteilen, dass das von dir genannte Bromelain + Papain Präparat schon länger ausverkauft ist.
    Es ist auch ohne Zusatzstoffe und hat (wie ich finde) ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Und vor allem: Es hilft mir 🙂

    Reply
    • Doro
      26. Februar 2016 at 15:53
      Permalink

      Hey, danke für den Hinweis, ach mist, schon wieder eins meiner Lieblingsmittel, das nicht mehr zu kriegen ist. Hatte dasselbe mit einem mit Quercetin. Aber wenn du sagst, dass das gut ist, dann nehme ich das auf. Echt super, dass es dir hilft und du es verträgst! =)

      Reply
  • 20. September 2016 at 19:20
    Permalink

    Tolle Seite. Wie kommt man an Brokkolikeimlinge und Erbenkeimlinge? Ist gekeimtes denn bei HI eher unverträglich?

    Reply
    • Doro
      20. September 2016 at 21:09
      Permalink

      Hallo und danke =) Am besten selbst machen! Mit einem Keimglas und Samen, bekommst du im Bioladen. Mit HIT würde ich besser keine Sprossen kaufen, da sie leicht verderblich sind. Ganz frische Mungbohnensprossen, die ich dann auch noch gut abwasche, gehen bei mir aber hin und wieder.
      Wenn du Sprossen ziehst, nicht zu viel auf einmal rein machen, lieber einmal zu oft wässern als zu wenig und dann schnell verzehren, da sie echt schnell gammelig oder schimmelig werden. Gibts auch viele Anleitungen im Internet zu.
      Kann dir auch noch die Facebookgruppe empfehlen: “The DAO pea seedling experiment” von Yasmina Ykelenstam.

      Reply
  • 6. Oktober 2016 at 8:18
    Permalink

    Guten Morgen,
    ich möchte mich für die vielen Tipps bedanken, die auch mir (MCAS) guttun. Gerade habe ich meine erste L-Glutaminkapsel eingeworfen; ein Supertipp war auch schon das Schwarzkümmelöl. Und ich bin froh über die Buchtipps.

    Meine Krankheit blieb viele Jahre unentdeckt, jetzt, mit 55 verstehe ich erst vieles… ich bin da erst am Anfang und dankbar für alles!

    Wünsche Dir viel Glück! Sabine

    Reply
    • Doro
      6. Oktober 2016 at 11:41
      Permalink

      Danke für dein Feedback, Sabine, das freut mich riesig! Wow, da hattest du ja einen wesentlich längeren Leidensweg als ich, dann dir auch alles, alles Gute! Du bist auf einem guten Weg!

      Reply
  • 18. Oktober 2016 at 9:33
    Permalink

    Vitamin C Infusionen tun mir auch sehr gut! Wenn man vom Arzt ein Attest beibringt, zahlen es manche Kassen teilweise!
    Wovor ich warnen möchte, sind Kräutertees wie z.B. Tulsi oder auch Pfefferminze. Sie gelten als Histaminsenker, die darin enthaltenen Salycilate können jedoch gleichzeitig als Histamin-Liberatoren wirken, d.h. sie setzen Histamin frei, das z.B. durch körperliche Anstrengung in den Mastzellen gebildet ist. Übertrieben gesagt: Yoga plus Tulsi gibt Histaminausschüttung… natürlich zum Glück nicht bei allen, aber man muss es erwägen. Besonders starke Liberatoren sind Pilze – ein TCM-Arzt hat mir leidvolle und ernsthaft gefährdende Tage beschert, weil er meinte, er müsse mich mit chinesischen Trockenpilzpulvern kurrieren…

    Reply
  • Doro
    18. Oktober 2016 at 9:51
    Permalink

    Danke für den Hinweis! Ich will auch nochmal was spezifisch zu Salicylatintoleranz schreiben. Das größte Problem sind hier in der Regel salicylathaltige Kosmetikprodukte, die machen zumindest bei weitem ein Gros der Belastung aus. Aber das werde ich wohl erst Anfang nächsten Jahres schaffen.
    Ich selbst reagiere zumindest nicht auf Salicylate, sonst würde ich z.B. Kokos nicht vertragen. Hm, könnten die Pilze auch viel Histamin enthalten haben? Getrocknete Pilze sind für mich auch ein Problem, die sind ja mega verderblich. Einmal habe ich von zu lange eingefrorenen Pilze gekotzt und mich dreimal wie vergiftet gefühlt für nen ganzen Tag. Hatte früher auch mal überlegt, es mit Heilpilzen zu probieren, k.A. ob es einen Unterschied macht, ob Extrakt oder Pulver, aber da ich nicht das Geld dazu hatte, kam es zu keiner eigenen Erfahrung. Deswegen danke für die Warnung.

    Reply
  • 24. Oktober 2016 at 6:58
    Permalink

    Eshandelte sich in der Tat um sogenannte Heilpilze. Extrakte sind angeblich verträglicher, weil sie keine chitinartigen Substanzen mehr enthalten. Man muss die Dosis langsam aufbauen, schon bei 30% war ich in einer Art Trance…. Gefährliche Sache.

    Reply
    • 11. Februar 2018 at 22:24
      Permalink

      Ich habe eine komplett andere Erfahrung mit Heilpilzen gemacht. Ich benötigte zwar eine längere Einschleichperiode, da anfangs Entgiftungssymptome entstehen, die sehr leicht mit HIT-Symptomen verwechselt werden. Aber besonders der Reishi Pilz senkt den Histaminspiegel und hemmt die Auschüttung. Ich hatte vieles im Vorfeld probiert, aber die Pilze waren und sind letztendlich das Beste, was mir passieren konnte.

      Reply
      • Doro
        12. Februar 2018 at 12:22
        Permalink

        Danke für das Teilen deiner Erfahrung, Wera! Würde ich tatsächlich gerne einmal selbst ausprobieren.
        Liebe Grüße,
        Doro

        Reply
  • Doro
    24. Oktober 2016 at 11:46
    Permalink

    Hi Manu,
    danke für deinen Hinweis. Ich weise an verschiedenen Stellen im Blog darauf hin, dass ich Affiliate-Links verwende und markiere sie einheitlich mit einem Unterstreichstrich. Ich werde mich dazu aber nochmal informieren und da vielleicht noch eine bessere Regelung finden.
    LG,
    Doro

    Reply
  • 3. März 2017 at 19:51
    Permalink

    Liebe Doro,
    bei mir wurde vor kurzem HI festgestellt dazu noch Unverträglichkeit gg. Soja, Kasein, Laktose, Süßstoffe….MIr wurde empfohlen für eine bestimmte Zeit 2-3 Wochen komplett auf Lebensmittel mit Histamin zu verzichten…. Hatte mir extra noch Tulsi Tee gekauft, aber kaum ausgetrunken, ging die Niesattacke los… Hast du noch weitere Empfehlungen für Tee (außer Minze/Kamille?)

    Danke Dir und liebe Grüße,
    Sylwia

    Reply
    • Doro
      4. März 2017 at 9:07
      Permalink

      Hi Sylwia, vielleicht ist dein System grad total überreizt, halte es deswegen erstmal simpel aber gib dem Tee in vll zwei Monaten nochmal ne Chance. Lies auch meinen Artikel über Salicylatintoleranz. Ich selbst trinke auch oft Fencheltee, wegen meinem Darm und ab und zu weißen Tee.
      LG;
      Doro

      Reply
  • 4. März 2017 at 14:26
    Permalink

    Hi Doro, danke Dir für deine schnelle Rückmeldung! Ich habe mit der Eliminationsdiät gerade erst begonnen, da ich gerade 3 Wochen Urlaub in Südafrika gemacht habe und da alles genießen wollte :)…Den Artikel lese ich mir auch nochmal durch. Fencheltee trinke ich auch immer gern. Hab normalerweise gerne einen Kaffee und/oder Matcha am Tag getrunken und ansonsten ganz viel Kräutertees mit Brennnessel oder Rooibus usw….Die werd ich jetzt dann mal zur Seite stellen 🙁 Versuche es vielleicht auch mal mit weißem Tee 🙂
    Hab einen schönes Wochenende.
    LG Sylwia

    Reply
  • 17. Juni 2017 at 8:47
    Permalink

    Liebe Doro,
    vielen Dank für die vielen Tipps! Bei mir besteht seit ein paar Monaten ein Verdacht auf HI. Ich probiere nun Verschiedenes aus und würde es auch gerne mal mit Maca versuchen. Worauf muss ich beim Kauf achten? Die Auswahl von Maca-Kapseln ist so riesig.. Kannst Du was empfehlen?
    Liebe Grüße, Nina

    Reply
    • Doro
      17. Juni 2017 at 13:27
      Permalink

      Hi Nina,
      danke für deinen Kommentar. Tut mir ja leid zu hören… ist sehr unangenehm, aber nicht aufgeben, da kann man einiges machen. Ich hoffe, mein Blog bringt dich ein bisschen weiter. Ich habe selbst erst ein Rohkostprodukt aus dem Bioladen ausprobiert und habe mich damit gut gefühlt, aber dann gelesen, dass es roh nicht so gut aufzunehmen ist. Habe mir jetzt das hier aus den USA mitgebracht, hier ist es auch sogar recht günstig: http://amzn.to/2slJfDf
      Die Kapseln riechen genauso angenehm nussig erdig wie das Pulver, das ich mal hatte. Die Kapselhülle ist vegan und gelatinisiert soll es besser aufzunehmen sein. Ich teste es aber noch nicht lange, und kann deswegen bisher weder Gutes noch Schlechtes sagen. Wenn ich zufrieden bin, nehme ich es in meine “Empfehlungen” Liste mit auf. Soll man nicht nehmen, wenn man schwanger ist oder stillt.
      Alles Liebe,
      Doro
      LG,
      Doro

      Reply
      • 18. Juni 2017 at 9:48
        Permalink

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das werde ich mal ausprobieren.
        Deinen Blog finde ich übrigens super! Ich habe bisher noch keinen Arzt gefunden, der mir wirklich weiterhelfen kann. Umso dankbarer bin ich, dass es Menschen gibt, die so viele Infos aufbereiten und teilen. Das macht es für mich sehr viel erträglicher!
        Tausend Dank und liebe Grüße, Nina

        Reply
        • Doro
          18. Juni 2017 at 16:08
          Permalink

          Das freut mich! Dann dir auch noch alles Gute auf deinem Weg!

          Reply
  • 24. Oktober 2017 at 13:43
    Permalink

    Hey Doro,
    grade noch mal in diesen Beitrag reingestolpert und gelesen, das Magnesiumorotate bei HIT unverträglich sein sollen. Hast du da eine Quelle?
    Ich nehme das schon länger und habe eigentlich das Gefühl, dass sie mir gut tun oder zumindest nicht schaden. Und meine HIT ist ziemlich ausgeprägt.

    Reply
  • Doro
    24. Oktober 2017 at 17:16
    Permalink

    Hi Nicole,
    das ist auf jeden Fall interessant. Ich habe da stark drauf reagiert in meiner Tiefphase. Aber gibt auch Leute, die haben kein Problem mit Citraten (oder Oxalaten und Salicylaten), deswegen schreibe ich “können”. Kommt vielleicht drauf an, welcher Teil des Stoffwechsels durcheinander ist… Danke auf jeden Fall für diesen guten Hinweis!
    LG,
    Doro

    Reply
  • 24. Oktober 2017 at 19:29
    Permalink

    Mit Citraten, Oxalaten und Salicylaten habe ich Probleme – seltsam 😀
    Hm, vllt. prüfe ich besser mal gegen, ob sie mir wirklich gut tun.. (nächsten Tage mal weglassen).

    Reply
  • 15. November 2017 at 5:46
    Permalink

    Hi Nicole vielen Dank für all diese super Infos! Hast du ich einen Tipp gegen Schwindel, der durch Histaminausschüttung ausgelöst wird?

    Reply
  • 10. März 2018 at 17:56
    Permalink

    Liebe Doro,
    ich habe erst vor 4 Wochen deinen tollen Blog entdeckt.
    Ich habe eine Frage, da ich bisher nur den Weg bei HIT kenne, alles zu vermeiden: Wie macht man das dann anders? Isst man also gesund, ohne auf Histamin zu achten, und dazu möglichst viel dieser histaminsenkenden Lebensmittel/Kapseln? Oder vermeidet man nur die Histaminbomben?

    Würde mich sehr über eine kurze Antwort freuen, bin jetzt etwas verwirrt mit so viel neuer Info 🙂

    lg
    Svenja

    Reply
    • Doro
      10. März 2018 at 18:47
      Permalink

      Liebe Svenja, schön, dass du dabei bist und dich informierst, wie du deine Gesundheit verbessern kannst. =) Der Grund für die Histaminunverträglichkeit ist bei jedem ein bisschen anders. Dementsprechend variieren auch die Lebensmittel, die der einzelne wirklich verträgt. Die Histaminlisten sind nur der Konsenz, was für die meisten funktioniert, aber es kann trotzdem sein, dass du gewisse Lebensmittel davon verträgst. Und zusätzlich sollte es darum gehen, die Grundursache für das Ungleichgewicht im Körper herauszufinden und dem Körper dabei zu helfen, nach und nach zu heilen, um wieder etwas mehr zu vertragen, oder dass es zumindest nicht schlimmer wird. Wie die Herangehensweise für den einzeln ist, variiert dementsprechend. Für manche kann der Weg, wie du ihn beschreibst, Histaminbomben vermeiden kombiniert mit histaminsenkenden Lebensmitteln und Supplementen, sehr gut funktionieren. Andere sind da sensibler und dann liegen meistens noch tiefere Ursachen zugrunde. Deswegen schreibe ich zusätzlich zu Tipps zum Essen auch viel zu einem allgemein histamin- und mastzellfreundlichen Lebensstil (auch in meinem kostenlosen-E-Book). =)
      Liebe Grüße,
      Doro

      Reply
  • 8. Mai 2018 at 17:50
    Permalink

    Meine eigene Erfahrung ist, dass die HIT die Folge von Unverträglichkeiten ist. Sobald ich Nahrungsmittel mit Gluten und Kasein esse, bekomme ich eine HIT. Lasse ich Gluten und Kasein weg, habe ich keine Probleme mit einer HIT. Das liegt daran, dass Gluten, Kasein und Zucker im Darm latente, manchmal auch akute Entzündungen verursachen und dadurch unter anderem eine HIT auftreten kann. Warum Gluten und Kasein, dazu komme ich gleich noch. Das Thema Zucker würde den Rahmen sprengen.

    Die Entzündungen irritieren die Darmnerven, die diese Irritation an das Gehirn melden. Deshalb leidet auch die Psyche darunter. Körper und Psyche hängen IMMER miteinander zusammen! Es entstehen Blähungen und weitere vielfältige Symptome, so dass bis auf wenige Ausnahmen viele Ärzte mit der Schilderung überfordert sind und sonstwas diagnostizieren, nur nicht das Richtige. An die Ernährung wird aus welchen Gründen auch immer oft entweder überhaupt nicht gedacht oder erst als Letztes. Es sei denn, man ist übergewichtig und outet sich als Bewegungsmuffel.

    Weil das Getreide heute nicht mehr im ursprünglichen Zustand ist, sondern manipuliert und dazu noch ständig mit Pestiziden behandelt wird, vertragen deshalb immer weniger Gluten oder einen anderen Inhaltsstoff. Ich komme jetzt nicht auf den Namen des anderen. Man will uns vielleicht weismachen, dass im Getreide Schranken sind, vor denen Pestizide haltmachen und umkehren. Oder man soll vielleicht glauben, dass Pestizide zwar versprüht werden, sich dann aber wie durch Zauberei ins Nirwana auflösen. Und Grenzwerte, die sind dazu da, unser Denken auf das Gewünschte zu begrenzen…

    Seit Jahrzehnten werden wir mit pestizidbelasteten Nahrungsmitteln konfrontiert. Und wegen der so tollen Backeigenschaften des Glutens wurde davon ein Mehrfaches ins Getreide hineingezüchtet. So kann man sich gut vorstellen, dass da einige Faktoren zusammenkommen, die der Körper auf Dauer nicht mehr toleriert. Das sieht man ja an der Zunahme der Unverträglichkeiten und den vielen dicken Bäuchen, sogar bei schlanken Personen.

    Und weil die Kühe turbogezüchtet sind, meistens keine Weide mehr sehen, mit Billigfutter und Medikamenten vollgestopft werden und die Milch auch noch pasteurisiert und homogenisiert wird, kann man von Milch im Urzustand auch nicht mehr sprechen.

    Manche steigen um auf laktosefreie Produkte, wissen aber nicht, dass sie Kuhmilchprodukte besser meiden sollten, weil sie an einer Kaseinunverträglichkeit leiden, also an einer Milcheiweißunverträglichkeit. So selten kommt diese Unverträglichkeit nämlich nicht mehr vor. Kasein, also Milcheiweiß ist auch in laktosefreien Produkten enthalten. Manche vertragen auch keine Ziegen- oder Schafmilchprodukte, zumindest in den “schlechten” Phasen nicht.

    Das hat alles was mit degenerierten, manipulierten, mit Giften und Medikamenten behandelten Produkten zu tun. Welches Getreide ist in unserer “zivilisierten” Welt noch im ursprünglichen Zustand? Welche Kuh steht heute (mit normal großem Euter!) auf der Weide und frisst Gras?

    Es ist interessant zu beobachten, dass Leute, die vor einigen Jahren z. B. aus der Ukraine, Kasachstan usw. und aus dem Iran hierhergekommen sind, in ihrer Heimat noch Getreideprodukte vertragen haben, aber hier irgendwann nicht mehr. Besuchen sie ihre Angehörigen in ihrer Heimat, können sie dort wieder alles essen. Ein lustiger Schelm, wer meint, das läge an der Psyche.

    Unsere Organe schaffen viel, aber irgendwann ist halt eine Grenze erreicht. Sie können eben nicht ohne Ende entgiften und immer schneller ausscheiden. Wenn das so wäre, dürften z. B. Alkoholiker keine Leberprobleme kriegen.

    Wer einen Stoffwechsel hat, der schneller entgiftet, als was jeden Tag neu in den Körper reinkommt, kann sich sehr glücklich schätzen. Wer von Haus aus einen langsamen Stoffwechsel hat, der hat auf Deutsch gesagt die A…karte. Die unterschiedlichen Stoffwechsel werden immer noch viel zu wenig beachtet. Genauso wenig auch die großen Unterschiede der Stoffwechsel bei Männern und Frauen. Und trotzdem erhalten alle die gleichen Medikamente in den gleichen Dosierungen.

    Es läuft immer noch nach dem Motto, wenn die Blutwerte in Ordnung sind, dann ist alles in Ordnung. Kein Gedanke daran, dass zwar im Blut genug vorhanden sein mag, aber in den Zellen in den Geweben noch lange nicht genug an Nährstoffen ankommen muss oder aufgenommen wird. Das wird überhaupt nicht in Betracht gezogen. Abgesehen davon, nach welchen Kriterien Blutwerte alle paar Jahre “angepasst” werden.

    Da wird man dann von dem einen Arzt nach wenigen Minuten als Angstpatient eingestuft, vom anderen eine Fibromyalgie diagnostiziert mit dem Hinweis, das sei lediglich eine Verlegenheitsdiagnose, wieder ein anderer notiert psychosomatische irgendwas und schickt einen in die Reha, wo man mehrere Wochen verbringt mit Basteln, über Probleme reden und Sport, ohne das Thema Ernährung auch nur einmal unter die Lupe zu nehmen. Und der Knaller: Die junge Ernährungsberaterin hat von Glutenunverträglichkeit schon mal was gehört, aber nicht von Kaseinunverträglichkeit und hat einen BMI von mindestens 30! Da fühlt man sich echt gut aufgehoben… Und dann wird man als geheilt entlassen wird, obwohl es einem noch genauso besch… geht, wie vorher.

    Es werden eher Medikamente gegen Bluthochdruck verschrieben und Antidepressiva gegen Schwindel oder Schlaftabletten, anstatt zunächst erstmal über die Ernährung zu sprechen und als erste Maßnahme ein Ernährungstagebuch zu schreiben und gleichzeitig die Syptome mit aufzuschreiben, um so leichter ein Muster der Beschwerden erkennen zu können. Denn nicht immer zeigen sich bei einer HIT sofort welche, sondern noch bis zu 2-3 Tage später. Ein Problem so anzugehen, ist wohl zu simpel. Nein, lieber ein Schmerztagebuch führen lassen, um dann mit dem Schmerzdoktor die Medikation zu besprechen. Ich wette, das bringt mehr auf die Konten…

    Es gibt eine recht einfache Methode, mit der man herausfinden kann, was verträglich und was unverträglich ist. Dazu braucht man weder teure Geräte noch zig Blutuntersuchungen, deren Werte wie gesagt nichts darüber aussagen, was in den Zellen in den Geweben los ist. Für die Muskeltestung, auch bekannt als Kinesiologie, braucht es keine teure Diagnostik! Man braucht sich nicht in den Hintern gucken lassen, ob man was verträgt oder nicht. Das geht ganz einfach per Muskeltest. Das Problem bei der Kinesiologie: Es ist damit nichts zu verdienen. Man kann sie nicht abrechnen. Daher auch immer noch die Verbannung ins Reich der Esoterik oder weil es leider vielleicht vereinzelt schwarze Schafe gibt. Aber die gibt es überall. Davon kann man keine Berufstätigkeit ausnehmen. Die beliebte Standardargumentation, es gibt keine Studien dazu, diese Methode ist wissenschaftlich nicht belegt usw. ist echt zum Gähnen. Ohne die Wissenschaftsreligion, bei der man nur an Studien glaubt, wird anscheinend nichts mehr anderes geglaubt. Erfahrungen werden beiseite geschoben, belächelt ins Reich der Unglaubwürdigkeit verbannt.

    Wenn man weiß, wie der Körper funktioniert, wie die Muskeln auf das Erlebte, auf das Gehörte und Gesehene, ist die Kinesiologie absolut logisch und nachvollziehbar. Jeder kann sie erlernen und selbst bei sich anwenden. Oder man macht das gegenseitig. Das kann man sich zeigen lassen von jemand, der weiß, wie es geht. Man braucht etwas Übung und Vertrauen in seine Fähigkeiten. Wenn man Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente und Dosis selbst austesten kann, stochert man nicht so im Nebel herum mit “Was vertrage ich? Was nicht?”.

    Es gibt Phasen, in denen man was verträgt, in anderen Phasen aber nicht. Das hängt mit den Umwelteinflüssen zusammen, denen man ausgesetzt ist. Und es hängt davon ab, wie man in der Lage ist zu entgiften sowie von der Ernährung und ob man sich täglich bei Tageslicht an frischer Luft bewegt.

    Reply
    • Doro
      9. Mai 2018 at 18:54
      Permalink

      Liebe Charlotte,
      vielen dank für diesen wunderbaren Beitrag. Das kann ich alles so unterschreiben. Ja, es ist echt kein Zustand mehr, was in unserem KRANKENsystem abgeht und wie viele stranden. Doch an der Ursachenfindung führt kein Weg vorbei. Sonst gehts einem irgendwann wie so vielen, die froh wären, bloß eine Milch- und Weizenunverträglichkeit zu haben. Man verträgt irgendwann gar nichts mehr.
      Alles Gute,
      Doro

      Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyrighted Image