Gastbeitrag: Sandras Reise mit der Rosazea

Ich habe die Freude, einen neuen Gastbeitrag zu präsentieren! Meine Freundin und geschätzte Kollegin Sandra lässt uns an ihrem Weg des Gesundwerdens teilhaben. Natürlich sieht die Reise, sehen die Gründe, die Details, bei jedem anders aus, aber wenn du ebenso von einer Hauterkrankung betroffen bist, wirst du sicher Inspiration für dich herausziehen können. Bei Rosazea sind ebenfalls Mastzellen und Histamin involviert.


Es begann irgendwann im Jahre 2011. Ich hatte bis dahin nie größere Hautprobleme gehabt. Meine Haut war zwar schon immer sehr empfindlich und trocken gewesen, weshalb ich schonende Produkte verwendete. Allerdings gab es keinen Anlass zur Besorgnis für mich.  Auch von Akne im Jugendalter war ich verschont worden. Ich war etwa Mitte 30 als sich mein Hautbild veränderte. Es begann mit einem roten Fleck in der unteren Gesichtshälfte. Ich wusste nicht, was es war, schenkte ihm anfangs auch keine größere Bedeutung. Doch die Flecken vermehrten sich mit der Zeit, sie zeigten sich nun auch auf beiden Wangen. Ich war ein wenig frustriert und ging in die Apotheke. Dort empfahl man mir eine nicht verschreibungspflichtige cortisonhaltige Creme. Sie bewirkte nichts. Allmählich breiteten sich die Flecken weiter aus und zusätzlich bildeten sich entzündliche Pustel. Ich hatte keine Ahnung was es war. Ich hatte schon gehört, dass auch Erwachsene Akne bekommen können, aber so sah es nicht aus. Es waren keine Pickel, es waren entzündete rote Stellen, die teilweise schmerzten, teilweise juckten und sich auch kaum ausdrücken ließen. Irgendwann las ich über Rosazea und sah Bilder. Genauso sah mein Gesicht aus.

Der schulmedizinische Weg und Kosmetik

Ich ging schließlich zum Hautarzt. Er verschrieb mir eine antibiotische Creme. Hierdurch wurden zunächst die Entzündungen eingedämmt. Aber mir war klar, dass es nur eine Symptom bezogene Behandlung war. Nach einer Weile ließ leider auch die Wirkung nach. Mittlerweile waren Wangen, Nase und Kinn betroffen, teilweise auch die Stirn. Ich ging erneut zum Hautarzt. Dieses Mal schlug er Antibiotika zur innerlichen Anwendung vor. Auf diese Art und Weise ist die Wirkung stärker. Ich wusste erneut, dass es keine wirkliche Lösung des Problems darstellte, aber ich war verzweifelt. Ich traute mich ohne make up kaum aus dem Haus. Ich schämte mich sehr wegen meines Aussehens. Das make up machte leider alles nur noch schlimmer. Wenn ich es abends abwusch, sah mein Gesicht noch geröteter, noch entzündeter aus. Oft weinte ich.

Durch die Tabletten wurde es zunächst wieder ein wenig besser. Zusätzlich ließ ich mich kosmetisch mit speziellen Dämpfen und Microdermabrasion behandeln. Ich gab Unmengen von Geld für Cremes und äußerliche Manipulationen meiner Haut aus. Ich fiel auf viele falsche Versprechen herein. Rückblickend betrachtet tat ich alles Mögliche um ein lästiges, unerwünschtes Symptom zu bekämpfen. Ich war entschlossen, es mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln loszuwerden. Ich verstand nicht, warum es ausgerechnet mich getroffen hatte; ich dachte es sei unfair und war sehr verbittert.

Das größere Bild

Ich begriff lange Zeit nicht, worum es wirklich ging – nämlich dass diese Erkrankung ein Signal war, dass etwas insgesamt mit mir nicht stimmte. Es war ein Ruf, sowohl  meines Körpers, als auch meiner Seele, dass etwas derart außer Balance geraten war, dass ich es nicht mehr länger ignorieren konnte und wollte. Es dauerte jedoch eine ganze Weile bis mir die Tragweite dieser Symptomatik klar wurde. Es war eine Botschaft für mich. Auf einer sehr tiefen Ebene wusste ich natürlich, dass das Bekämpfen mit Medikamenten und äußerer Abdeckung keine Lösung war. Es musste eine (oder mehrere) Ursachen geben. Ich hatte gelesen, dass es einen Zusammenhang mit der Ernährung gab, außerdem Hinweise über Demodex Milben als möglichen Auslöser. Ich hatte Tipps gehört, dass man verschiedene triggernde Faktoren vermeiden sollte, wie z.B. Sonne, heiße Getränke, Rotwein, anstrengender Sport… Während  es stimmt, dass diese Dinge Schübe auslösen oder verstärken können, ging es noch um etwas anderes.

Konfrontation

Um zum Grund der Erkrankung zu gelangen, wollte ich mich ihr zunächst stellen. Ich beschloss, die Tabletten abzusetzen,  keine Cremes und auch kein make up mehr zu benutzen. Es war zwar radikal, aber ein ehrlicher und für mich not-wendiger Schritt. Die deutsche Sprache enthält viele Ausdrücke und Wortwendungen, die auf tiefere Bedeutungen schließen lassen. Meine Not war mir einerseits „ins Gesicht geschrieben.“ Aber es ging andererseits auch darum, „mein wahres Gesicht“ zu zeigen. Rot ist zudem eine Signalfarbe, die auf einen Alarm hinweisen kann.

Es war nicht einfach. Ich bin eher unscheinbar und es ist mir eigentlich auch ganz recht so. Ich mag es nicht aufzufallen, ich halte mich lieber im Hintergrund. Nun aber war ich mit den Blicken der Leute konfrontiert. Und es gibt leider unbedarfte und nicht sehr sensible Menschen, die ungefragt Kommentare abgeben. Ich musste mir einiges anhören, wie: „Du bist ja ganz rot“ (ach was..) und „Was ist mit deinem Gesicht?“ Ich wurde sogar öfter gefragt, ob ich Fieber oder die Masern habe.  

Ich weiß nicht mal mehr genau, warum ich mich dieser Konfrontation aussetzte, abgesehen von der Schädlichkeit des make ups. Ich glaube, ich wollte einfach zu mir selbst stehen, unabhängig von meiner äußeren Erscheinung. Es ging mir jedoch auch darum, alternative Lösungen zu finden.

TCM-Behandlung

Bei meinen Recherchen stieß ich auf TCM – Traditionelle Chinesische Medizin. Ich suchte mir eine Praxis aus und war gespannt. Es war wie ein kleines Abenteuer. Der Arzt war sympathisch und zuversichtlich, mir helfen zu können. Er stellte mir jede Menge Fragen über meine Lebensgewohnheiten:  Arbeit, Familie, Freizeit, aber auch Ernährung und Verdauung, Allergien, Periode, Stressauslöser…Er arbeitete mit Zungen- und Pulsdiagnostik.  Es war sowohl faszinierend als auch verwirrend für mich. Nach der sehr ausführlichen  Anamnese stellte er mir das Behandlungskonzept vor: Eine Kombination aus Akupunktur und chinesischen Kräutern. Es waren sehr viele verschiedene Pflanzen, und ich rätselte nach welchen Kriterien er sie zusammen stellte. Vermutlich hing es mit den von mir geschilderten Symptomen zusammen, denn es gab hin und wieder Anpassungen, je nachdem was ich beim jeweiligen Termin erzählte. Die Kräuter ließ ich mir in der Apotheke als Dekokt zusammenstellen. Ich trank es in heißem Wasser verdünnt über den Tag verteilt. Es schmeckte recht scheußlich und es kostete mich Überwindung, das Gebräu zu trinken. Aber ich gewöhnte mich schließlich an den Geschmack der „bitteren Medizin“. Die Akupunktur empfand ich als wesentlich angenehmer. Sobald die Nadeln gesteckt waren, durfte ich für etwa 20 Minuten ruhen; oft schlief ich sogar ein. Meistens fühlte ich mich danach entspannt und ausgeruht.

Nach ein paar Wochen verbesserte sich tatsächlich mein Hautbild. Ich konnte es zunächst gar nicht glauben. Aber der Arzt hatte vorsorglich Fotos gemacht – er meinte nämlich, ohne  Dokumentation würde ich mich eventuell nicht erinnern, wie ich zuvor aussah.

Hier ist ein Bild vom 1. Termin:

Und hier eines nach ca. 3 Monaten regelmäßiger TCM-Behandlung.

Diese Behandlungsform war der 1. Durchbruch für mich und bestärkte mich in dem Glauben, dass es auch für diese hartnäckige und unangenehme Hauterkrankung  Wege außerhalb des konventionellen  Ansatzes gibt. Rosazea gilt unter schulmedizinischen Aspekten als nicht heilbar. 

Die Behandlung war zwar wirksam, aber leider auch sehr teuer. Ich konnte sie mir auf Dauer nicht leisten. Nach einigen Wochen flammte die Rosazea wieder auf. Aber ich war nicht entmutigt, sondern suchte nach anderen Möglichkeiten.

Darmgesundheit und Ernährungsumstellung

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich während der Behandlung nicht viel an meiner Ernährung geändert hatte – und dennoch hatte sie gut gewirkt. Ich war damals alleinerziehend und arbeitete Vollzeit. Beruflich stand ich unter enormem Druck. Seit meiner Kindheit leide ich unter essgestörtem Verhalten. Lange Zeit habe ich Stress und intensive Emotionen mittels Essen reguliert – vor allem mit Süßigkeiten. In jener Phase sah ich keine  Möglichkeit, zusätzlich an dieser Problematik zu arbeiten. Mir war sehr wohl klar, dass sich Bestandteile meiner Ernährung ungünstig auf meine Gesundheit auswirkten. Insbesondere aß ich zuviel Zucker und Weißmehlprodukte.

Neben der entzündeten Haut hatte ich auch viele andere Beschwerden: Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen und Migräne, Schlafstörungen, andauernde Müdigkeit und das Gefühl von Abgeschlagen sein und Konzentrationsstörungen (brain fog).

Verschiedene Menschen gaben mir Hinweise, dass es einen Zusammenhang mit dem Darm geben könnte.

So begann ich über Darmgesundheit zu recherchieren, lernte eine Menge über den durchlässigen Darm (leaky gut), aber auch über Nebennierenerschöpfung (adrenal fatigue) und ganzheitliche Zusammenhänge. Ich beschloss, eine Darmreinigung zu machen und gleichzeitig meine Ernährung umzustellen.

Ich ging zu einer Heilpraktikerin, die auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert war. Sie nutzte Kinesiologie (Muskel testen), um zu bestimmen, auf welche Lebensmittel der Körper empfindlich reagiert.

Mein Testergebnis war sehr ernüchternd. Es gab eine Menge von Dingen, die ich nicht vertrug. Am auffälligsten waren viele Getreide- und Kuhmilchprodukte. Aber auch einige Obst- und Gemüsesorten, die ich regelmäßig aß und von denen ich dachte, sie seien gesund, vertrug mein Körper nicht. Ebenso betraf es Nüsse, Mandeln, Kakao, verschiedene Teesorten und Gewürze. Ich war sehr frustriert.

Die Heilpraktikerin schlug mir eine Eliminationsdiät vor. Man lässt für einen begrenzten Zeitraum (etwa 6 Wochen) bestimmte Lebensmittel weg und schaut, ob sich Symptome verbessern. Nach dieser Zeit wird ein erneuter Test durchgeführt.

Ich war anfangs skeptisch, vor allem mit meinem essgestörten Hintergrund. Ich vertrete die Haltung, dass Restriktionen jeglicher Art im Falle von emotionalem Essen sehr problematisch sein können.  Insbesondere der Gedanke, dass ich auf Weizenprodukte verzichten sollte, erschien mir schwer erträglich. Gerade diese Dinge – wie zum Beispiel Brot, Nudeln, Kuchen und Kekse zählten zu meinen „Trost-Lebensmitteln“.  Warum mussten es gerade diese sein, die mir offensichtlich schadeten? Aber es ging mir schlecht und ich war verzweifelt! Ich wollte es deshalb auf einen Versuch ankommen lassen. Zumindest für ein paar Wochen konnte ich es probieren.

Die Heilpraktikerin meinte, dass erfahrungsgemäß viele der als „negativ“ getesteten Lebensmittel wieder verträglich werden, sobald sich der Darm etwas erholt hat. Sie sollte recht behalten. Ich hielt mich strikt an die Liste und vermied die problematischen Sachen. Es war nicht einfach, gerade hinsichtlich Weizen hatte ich für ein paar Tage Entzugserscheinungen. Aber allmählich ging es mir besser und ich wurde für meine Bemühungen belohnt. Ich unterstützte den Entgiftungsprozess indem ich Darmspülungen machte und Ergänzungsmittel zum Binden  der Giftstoffe nahm (zum Beispiel Bentonit). Das ist schon empfehlenswert, denn das Freiwerden verschiedenster Toxine kann unangenehme Begleiterscheinungen hervorrufen. Nach ein paar Wochen zeigten sich erfreuliche Veränderungen: ich hatte weniger Kopfschmerzen, meine Verdauung verbesserte sich, mein Schlaf wurde erholsamer und mein Gehirn fühlte sich klarer an. Ich erlebte nicht mehr dieses dumpfe und schwere Gefühl nach Mahlzeiten mit einer Menge Weizen und Zucker.

Beim nächsten Termin bei der Heilpraktikerin sah es tatsächlich bereits ganz anders aus. Erstaunlicherweise waren einige der Nahrungsmittel wieder im grünen Bereich. Bei anderen hatte sich nichts verändert. Nach wie vor war das Ergebnis des Muskeltests für Weizen jeglicher Art (auch die vermeintlich gesunden Sorten wie Dinkel, Grünkern und Emmer) sowie für Kuhmilchprodukte schwach. Auf der anderen Seite waren Roggen und Gerste wieder okay. Die Darmentgiftung, gepaart mit der Ernährungsumstellung, zeigte mir, wie schnell Besserung möglich ist und welch enormen Einfluss wir auf unsere Gesundheit haben, allein durch die Änderung unseres Essverhaltens. Der Darm kann sich tatsächlich schnell erholen. An dieser Stelle eine kurze Anmerkung zu Gluten: ich habe mich recht ausführlich mit der Thematik beschäftigt und finde es nach wie vor faszinierend. Lange Zeit hatte ich geglaubt, dass ich kein Gluten vertrage – allerdings hat sich herausgestellt, dass es wohl primär der Weizen ist, auf welchen ich empfindlich reagiere. Bislang zeigte jeder Test ein negatives Ergebnis an. Obwohl es schwierig ist, verzichte ich seitdem bewusst auf Weizen, soweit es möglich ist – ich habe schon versehentlich Dinge gegessen, die doch kleine Mengen enthielten. Roggen und Gerste enthalten auch Gluten, somit sind es womöglich andere Substanzen im Weizen, die eine Entzündungsreaktion bei mir hervorrufen.

Obwohl sich mein Gesundheitszustand insgesamt verbesserte, blieb die Rosazea zunächst hartnäckig.

Noch mehr Faktoren

Das brachte mich dazu, noch tiefer zu schauen und andere Aspekte mit einzubeziehen. Ich bin ein sensibler Mensch – ich habe eine sensible Verdauung und auch sensible Haut. Der Begriff „dünnhäutig sein“, beschreibt das ganz gut. Während ich die positiven Aspekte von Änderungen und Anpassungen in meiner Lebensweise erlebte, verschlechterte sich der Gesundheitszustand meiner Mutter. Sie hatte seit ein paar Jahren Krebs gehabt und war konventionell behandelt worden.  Was zunächst erfolgreich wirkte, drehte sich ins Gegenteil. Es entwickelten sich  Metastasen und ihr Körper war infolge der Chemotherapie massiv geschwächt worden, so dass diese abgebrochen werden musste. Innerhalb weniger Wochen nach Absetzen des letzten Therapiezyklus verstarb meine Mutter.

Der Prozess war kurz, aber sehr intensiv und hinterließ einen bleibenden Eindruck auf mich. Der Stress und die Anspannung während dieser Phase stand mir wieder buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Trotz meiner gesunden Ernährung und der Ergänzungsmittel, die ich nahm, war mein Gesicht schlimm entzündet. Ich nahm es an und akzeptierte, dass es eben noch weitaus mehr Faktoren gab, die zum Gesamtzustand beitrugen.

Der Tod meiner Mutter konfrontierte mich auch mit der eigenen Endlichkeit. Und ich machte mir Gedanken, ob ich mein Leben so weiterleben wollte – gerade angesichts eines stressigen Jobs, den ich nicht wirklich gern machte und in welchem ich einen Großteil meiner wertvollen Zeit verbrachte. Nach einigem Überlegen reduzierte ich meine Arbeitszeit.  Ich begann mich mehr mit Dingen zu beschäftigen, die mich interessierten und inspirierten. Ich intensivierte mein Aikido Training (eine japanische  Kampfkunst).

Aufgrund meines allgemeinen Interesses für Gesundheit, Ernährung und Psychologie, aber auch infolge meiner eigenen Herausforderungen in diesen Gebieten, habe ich eine Fernausbildung zum „Eating Psychology Coach“ beim „Institute for the Psychology of Eating“  absolviert und 2017 abgeschlossen.

Ich weiß nicht, woran es letztlich lag  – vermutlich an der Summe aller Faktoren, aber meine Haut erholte und beruhigte sich schließlich. Ich selbst sehe immer noch Spuren der Rosazea, ich neige zum „Rotwerden“ in stressigen Situationen, aber es ist kein Vergleich mehr zu früher.

Meine Verbindung zu Doro

Während der Ausbildung in Ernährungspsychologie lernte ich Doro kennen. Trotz unseres  unterschiedlichen Hintergrundes entdeckten wir auch viele Gemeinsamkeiten: neben der Hautproblematik haben wir beide ein reges Interesse an Darmgesundheit sowie deren Verbindung zum restlichen Körper,  wir haben mit verschiedenen Ernährungsformen experimentiert, wir legen Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele, finden den Einfluss von Stress bemerkenswert…die Aufzählung ist noch nicht vollständig!  Es entwickelte sich eine schöne Kommunikation, erst schriftlich, dann telefonierten wir öfters, und schließlich trafen wir uns persönlich bei der Abschlussveranstaltung der Ausbildung in Denver, Colorado, wo wir unser Zertifikat erhielten. Es war eine tolle Begegnung!

Wir sind weiterhin in Kontakt, manchmal mit langen Pausen (auch bedingt durch die örtliche Entfernung), aber unser Austausch ist jedes Mal sehr herzlich und inspirierend.

Fazit: Meine besten Tipps bei Rosazea

Ich möchte andere Betroffene gern ermutigen, dass es Möglichkeiten und Wege abseits der Schulmedizin, und vor allem Hoffnung gibt!

Jeder Mensch ist verschieden, jede Haut ist verschieden. Man muss also selbst  herausfinden, was funktioniert und was nicht. Was dem einen hilft, kann bei dem anderen wirkungslos sein oder sogar schaden. Es gibt leider keine allgemeingültigen Rezepte. Manchmal muss man ein wenig probieren und experimentieren. Hier teile ich ein paar Dinge, die ich beherzige, und die sich für mich als hilfreich erwiesen haben:

  • Ich vermeide Alkohol, vor allem Rotwein. Ein Glas Weißwein hin und wieder ist okay für mich.
  • Ich vermeide heiße Getränke. Es wird oft geraten, keinen Kaffee zu trinken. Für mich habe ich gemerkt, dass es geht, wenn er nicht zu heiß ist.
  • Ich achte darauf, ausreichend gesundes Fett und Öle in einem ausgewogenen Verhältnis der essentiellen Fettsäuren zu mir zu nehmen.
  • Ich esse keinen Weizen und versuche auch, auf andere, für mich problematische Lebensmittel zu verzichten. Dies ist sehr individuell, jeder sollte selbst herausfinden, was er verträgt und was nicht. Ich bin nicht über-dogmatisch, manchmal esse ich auch etwas „Ungünstiges“, genieße es dann aber und vertraue darauf, dass mein Körper damit umgehen kann. Unsere Gedanken haben auch einen beträchtlichen Einfluss auf unseren Stoffwechsel.
  • Ich bin vorsichtig bei der Verwendung von Kosmetikprodukten. Ich habe eine Art „Wundercreme“ entdeckt, das ist die „Demoderm Creme“. Sie ist zwar sehr teuer, aber man kann sie sparsam verwenden und eine Dose reicht lange. Darüber am besten noch eine milde Feuchtigkeitscreme auftragen.
  • Ich versuche, auf ausreichenden Schlaf zu achten.
  • Stress lässt sich in unserer Welt kaum vermeiden, aber es gibt wirksame Wege, damit umzugehen. Neben Aikido, was eine sehr dynamische Praxis ist, mache ich bewusste Atemübungen und Qi Gong. Außerdem gehe ich regelmäßig in die Natur. Für andere Menschen kann es auch Joggen, Meditation, Yoga oder Wandern sein – was immer einem Freude bereitet und einen Ausgleich schafft.  
  • Ich vermeide die Sonne nicht. Oft wird geraten, nicht in die Sonne zu gehen, weil diese die Rosazea verstärken würde. Ich kann das nicht bestätigen. Auf diesem Gebiet existiert leider auch sehr viel Fehlinformation. Natürlich vermeide ich direkte Sonneneinstrahlung, gerade zur Mittagszeit. Ansonsten finde ich aber, dass Sonnenlicht viele Vorteile hat, die man sich nicht entgehen lassen sollte (Bildung von Vitamin D ist nur ein Faktor).

Sandra Wölfel ist „Eating Psychology Coach“, zertifiziert vom „Institute for the Psychology of Eating“, Boulder – Colorado, USA.  Aufgrund ihres eigenen Hintergrunds mit essgestörtem Verhalten und gesundheitlichen Beschwerden unterstützt und begleitet sie andere Menschen mit ähnlicher Problematik. Sandra´s Themengebiete umfassen hauptsächlich Emotionales Essen, Überessen und Binge Eating sowie eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Symptomen und Krankheit.

Sie bietet Coaching über Telefon und Skype an:

www.psychologie-und-ernaehrung.de

Außerdem schreibt Sandra einen Blog über diverse gesundheitliche Themen unter Einbeziehung von „Essen als Medizin“ sowie psychologischer und symbolischer Aspekte (derzeit nur auf Englisch):

www.nutrition-psychology.com

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