Meine Geschichte

Ich bin 1987 als mittlere von fünf Kindern geboren worden. Ich habe Neurodermitis seit meiner Geburt, als Kind wurden zusätzlich noch Allergien gegen alles an äußeren Stoffen, was nur so möglich ist, diagnostiziert (Pollen, Tierhaare, ganz schlimm Katze, Hausstaub). Als Teenager kam dann noch Asthma dazu, ich hatte immer Probleme mit der Atmung und teilweise eine pfeifende Lunge, besonders in der pollenreichen Zeit, und war deswegen extrem unsportlich. Meine einzigen beiden richtigen Asthmaanfälle hatte ich allerdings in einem Haus, wo die Wände voller riesiger schwarzer Schimmelflecken waren. Trotz der Tierhaarallergie durfte ich meine Meerschweinchen behalten und weiterhin reiten gehen. Meinen Traum, Tiermedizin zu studieren, haben mir die Ärzte (ich war bei vielen, und immer wieder bekam ich die gleiche Antwort, nämlich, dass ich damit einfach leben müsse) schnell ausgeredet, was hart für mich war. Die Tierhaarallergien sind allerdings im Laufe der Teenagerzeit weitestgehend verschwunden und heute halte ich mir eine Katze und Meerschweinchen, auf die ich gar nicht reagiere.

2006 absolvierte ich mein Abi, hatte danach allerdings für viele Monate mit einem BurnOut zu kämpfen, da mich diese große Schule und vor allem das phasenweise schwere Mobbing wegen meines Aussehens, dazu die körperlichen Probleme, mehr und mehr ausgelaugt hatten. Besonders während der Oberstufe waren es Höllenqualen, morgens aus dem Bett zu kommen. Mit 20 zog ich von zuhause aus in eine eigene Wohnung und absolvierte ein Illustrationsstudium an einer sehr kleinen, ruhigen Designakademie. Während dieser Zeit hatte ich viel mit Depressionen zu kämpfen und bekam 2010 durch die Uniklinik Köln die Diagnose, dass ich leicht ins autistische Spektrum falle (Asperger). Ich war schon immer ein sehr einzelgängerischer, verträumter Mensch gewesen, konnte größere Gruppen nicht lange ertragen, war extrem geräuschempfindlich und hatte mit vielen Ängsten zu kämpfen, hatte große Konzentrationsstörungen, teilweise wie ein Nebel im Kopf und war sozial einfach extrem ungeschickt. Auch machte mein Körper oft nicht mit, wie er sollte, ich war tollpatschig und hatte immer sehr wenig Energie, sodass ich viel Schlaf und viele Ruhepausen brauchte. Bei anderen stieß ich deswegen oft auf Unverständnis, doch nun konnte ich dank der Diagnose einen ersten Schritt tun, mich selbst besser anzunehmen.

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2013: Immer ein großes Problem: Offene Mundwinkel und rissige Lippen

Ich habe mich nie sonderlich gesund ernährt, ich war einfach nur stolz darauf, dass ich essen konnte, was ich wollte ohne dick zu werden, und damit hatte es sich für mich. Aufgrund meiner guten Figur bekam ich hin und wieder Fotomodellaufträge, allerdings war es mir wegen meiner unzuverlässigen Haut nie möglich, das Ganze auszubauen. Ende 2012 las ich einen Artikel darüber, wie ungesund unsere heutige Milch – pasteurisiert, homogenisiert und aus Massentierhaltung – eigentlich ist. Vegan wurde immer mehr ein Trend und da ich auch schon des Öfteren von Zusammenhängen zwischen Neurodermitis und Milchkonsum gehört hatte, beschloss ich, der Sojamilch eine Chance zu geben und begann, auf Milchprodukte zu verzichten. Der einzige Effekt, den es auf mich hatte, war, dass ich in dem Winter nicht eine Infektion bekam, was für mich äußerst ungewöhnlich ist. Ich beschäftigte mich intensiver mit der veganen Ernährung und beschloss, der Sache eine Chance zu geben. Gleichzeitig versuchte ich auch, mein Cortison abzusetzen. Zuletzt benutzte ich Ecural, das eines der stärksten Cortisonpräparate ist, die es gibt, und dummerweise hörte es auf zu wirken, es schien im Gegensatz noch alles schlimmer zu machen. Meine Haut war rot und wütend und offen wie nie zuvor. Ich hatte zu dem Zeitpunkt seit 21 Jahren Cortison geschmiert.

2011 hatte ich mich endlich an die Hochschule getraut und mein Biologiestudium begonnen. Alles lief wesentlich besser als befüchtet, doch die vielen Menschen und die Zugfahrten waren extrem auslaugend für mich und ich litt an regelrechten Erschöpfungsanfällen (wie ich heute weiß ausgelöst durch chronisch entzündliche Vorgänge und einer überlasteten Leber und Nebennieren), sodass ich jede kleine Rückzugsmöglichkeit für ein Nickerchen nutzen musste. Oft fand man mich schlafend auf einer harten Bank in einem ruhigen Gang oder mit dem Kopf auf dem Tisch in der hintersten Ecke der kleinen Bibliothek.

Im Oktober 2013 bekam meine Mama dann die schlimme Diagnose: Brustkrebs. Nach dem anfänglichen Schock begann ich mich erst recht in die Sache Ernährung und Zivilisationskrankheiten reinzuknien. Ich begann, meinen gesamten Lebensstil umzukrempeln, auf Naturkosmetik oder sogar selbstgemachte Kosmetik umzusteigen, außerdem Waschmittel aus dem Reformhaus zu verwenden. Ich cremte mich quasi nicht mehr ein, vor allem verbannte ich das Cortison für immer. Ich ernährte mich vollwertig vegan, am Ende sogar sojafrei, glutenfrei, zuckerfrei, mit hohem Rohkostanteil, alles aus frischen Zutaten zubereitet mit viel frischem Gemüse und Wildkräutern und fühlte mich zunächst körperlich und mental wesentlich besser. Dann begann ich Ende 2013 die Colon-Hydrotherapiebehandlung mit Darmsanierung und Anti-Candidabehandlung. Aber alles half nichts. Meine schweren Verdauungsbeschwerden, die ich hatte, so lange ich denken kann, wurden zwar besser, und nach einer Colon-HT Behandlung war es teilweise, als würde eine schwere Decke von mir genommen werden und ich fühlte mich plötzlich viel fröhlicher und beschwingter, aber die ND wurde immer schlimmer und aggressiver.

Dann las ich über Fastenbehandlungen bei Krebs und anderen Zivilisationserkrankungen und ich war sofort Feuer und Flamme dafür. Ich muss sagen, eine Motivation, all die Sachen so intensiv am eigenen Leib auszutesten war für mich auch, etwas zu finden, was meiner Mama helfen könnte. Sie ist auch bei weitem nicht der einzige Krebsfall in der Familie, ihre Mutter und ihr Bruder und ein paar weiter entfernte Verwandte sind bereits an Krebs gestorben, also sorgte ich mich natürlich auch um meine Geschwister. Ich führte das Fasten in meinen Frühlingssemesterferien 2014 durch. Ich muss sagen, mir ging es sehr gut bei dem Fasten. Ich leide schnell an extremer Unterzuckerung und kriege dann heftige Konzentrations- und Koordinationsstörungen, aber da ich mich davor schon glutenfrei, zuckerfrei und möglichst niedrigglykämisch ernährt hatte, ging es erstaunlich gut. Ich hatte mich auch mental intensiv darauf vorbereitet und es als etwas Wohltuendes in Empfang genommen. Es war der Wahnsinn. Mein Darm war soo ruhig! Jetzt erst wurde mir klar, wie krass mich diese ständigen Blähungen gequält hatten. Und dieses ständige Gefühl der Niedergedrücktheit verließ mich. Auch in den Wochen danach fühlte ich mich großartig wie nie zuvor, ich hatte unfassbar viel Energie, brauchte nur noch wenig Schlaf (davor: 10-11 Stunden plus Mittagsschlaf, damit ich funktionierte) und hatte mal richtig gute Laune! Aber die Haut: Irgendwie nicht viel Veränderungen. Aber dann nach wenigen Wochen begann sich auch da etwas zu tun! Kurzum, die Entzündung wich und sie begann drastisch zu heilen, auch meine IgE-Blutwerte sanken deutlich ab. Ich wurde zum ersten Mal in meinem Leben quasi symptomfrei, konnte mich sogar schminken wie ich wollte!! Damals war ich mir nicht wirklich über den Zusammenhang im Klaren; kam es jetzt von der veganen Ernährung, musste mein Körper erst Monate lang „entgiften“, oder vom Fasten?? Dann der Alptraum: Es begann umzuschlagen und nach und nach zurückzukommen.

HochzeitHochzeit

 

 

 

 

 

 

Patrick und ich haben im Sommer 2014 geheiratet, leider hatte ich davor wieder einen Schub, aber zum Glück an Stellen, wo man es nicht so gesehen hat, zumindest mein Gesicht war noch verschont. Im Großen und Ganzen bin ich sehr dankbar, dass ich durch das Fasten bei meiner Hochzeit so eine schöne Haut haben durfte.

Es wurde danach immer schlimmer, und ich war auch immer so energielos. Ich verstand es nicht, ich ernährte mich top, machte selbst Sauerkraut und Kefir (aus Kokosnusswasser) für die guten Darmbakterien und konsumierte davon massenhaft, kaufte mir einen gute Entsafter und machte noch eine Fastenkur wo ich auch Brennnesseln, Löwenzahn und auch viele Zitronen entsaftete… Die Pille setzte ich im Oktober ab, da ich inzwischen auch genug über ihre schlechten Auswirkungen gelesen hatte.

Da begann mir zu dämmern, dass das mit der veganen Ernährung doch nicht so das Wahre war. Ich schwenkte um und probierte einen Ernährungsplan von der russisch-amerikanischen Ernährungsexpertin und Neurologin Dr. Natasha Campbell-McBride, die GAPS Diät, die sich voll und ganz auf die Heilung des Darmes und des Gehirns konzentriert, und die, früh genug angewendet, sogar Autismus bei Kindern zum Verschwinden brachte. Da ich selbst auch leicht ins autistische Spektrum falle, klang das wie genau das Richtige für mich. Sie ist in Richtung paläolithische Ernährung, kohlenhydratarm und reich an fermentierten Nahrungsmitteln für die Darmflora. Ich muss sagen, meine Verdauung war schnell top und ich hatte einen Heißhunger auf Protein, vor allem auf Fleisch. Aber meine Haut… Jetzt begann der eigentliche Alptraum. Es nahm Ausmaße an, die ich niemals für möglich gehalten hatte. Ich wurde nachts von regelrechten Anfällen wach, es war, als würde pure Säure aus mir herausfließen, ich zerstörte im Schlaf regelrecht meine Finger, aus ihnen und aus dem Hals lief nur so die Lymphflüssigkeit. Ich musste meine Hände vorm Schlafen verbinden und Baumwollhandschuhe tragen, aber auch das half nichts und morgens musste ich die festgekrusteten Handschuhe von meinen zerstörten Fingern pulen. Ein paar Handschuhe musste ich sogar zwischenzeitlich ersetzen, weil ich die Fingerspitzen durchgescheuert hatte vom vielen Kratzen. Mein Mann Patrick musste mir in der schlimmsten Phase die Schuhe binden, weil ich meine Hände kaum mehr benutzen konnte. Ich hatte Schwierigkeiten, auf der Tastatur zu schreiben, da meine Fingerkuppen zum Teil offen waren. Haare waschen ging nur mit Gummihandschuhen. Einmal erlitt ich einen mehrere Tage andauernden Urtikariaanfall am gesamten Körper (und ich meine wirklich gesamt, von Fußsohle über Ohrläppchen bis hin zur Kopfhaut!). Ich bekam regelrechte Angst vorm Essen und schien nichts mehr zu vertragen und nahm mehrere Kilo ab in der Zeit, am Ende wog ich nur noch 53 Kg bei 1,74 cm. Auch meine Periode setzte für ein dreiviertel Jahr aus.

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Und ich war müde, soo müde, ich fühlte ich einfach nur krank, und seit ich wieder Milch eingeführt hatte, bekam ich wieder eine Infektion nach der anderen. Ich wurde wieder richtig depressiv und verzweifelt und weinte viel in der Zeit. Heute weiß ich, dass das extrem schimmelbelastete Gebäude, in dem ich im Winter Vorlesungen hatte, hier einen großen Beitrag geleistet hat. Ich zog die GAPS Ernährung für ein paar Monate durch, weil ich so sehr davon überzeugt war wie damals von der veganen Ernährung, bis jemand in einem Forum etwas von Histaminintoleranz erwähnte. Ja, und das war es dann. GAPS war extrem histaminreich. Ich aß die besten Lebensmittel aber sie schädigten mich, da ich das viele Histamin nicht abbauen konnte und es meinen Körper belastete. Ich testete es mehrfach aus, und ja, das war es eindeutig. Ich begann mich nach dem Low Histamine Chef, Yasmina Ykelenstam, zu ernähren. Das heißt, nicht einfach nur alles Histaminreiche weglassen, sondern auch viele nährstoffreiche Lebensmittel mit antientzündlichen Eigenschaften zu verwenden, und auf Gluten, Zucker und Kuhmilchprodukte (außer Butter und Ghee) zu verzichten.

Bei einem Aufenthalt in Dahab am Roten Meer ist die Haut in kürzester Zeit fast komplett abgeheilt, obwohl ich dort unten nicht sehr histaminarm essen konnte, was die Vermutung bestätigt, dass auch äußere Allergene wie Pollen und Schimmel und andere Faktoren wie Luftbelastung, Pestizide,… zu unserem Histaminlevel im Körper beitragen und das Fass zum Überlaufen bringen können durch Mastzellaktivierung. Wieder zuhause wurde die Neurodermitis innerhalb weniger Tage wieder deutlich schlimmer und ich litt an heftigem Heuschnupfen, was alleine durch eine histaminarme Ernährung nicht einzudämmen war. Ich führte weiterhin mein Ernährungstagebuch und kam zu dem Ergebnis (über viele Wochen von Versuch und Irrtum, schweren Rückschlägen und seeehr viel Zeit in der Küche), dass ich ein Übermaß an Fruktose, Oxalsäure und Citronensäure ebenso nicht vertrage (Histaminliberatoren). Die Auswirkungen auf meine Haut waren phänomenal. Weg der BesserungWeg der BesserungIch weiß noch wie ich dagesessen und einfach nur geweint und Gott gedankt habe, dass er es mich nach diesem langen Weg endlich hat finden lassen. Alle Last fiel von mir ab, aber ich war auch ein wenig bitter, dass mir nie ein Arzt etwas davon gesagt hatte. So viele Jahre des sinnlosen Leidens! Aber ich verstand nun, dass es nicht genügt, irgendeinem Ernährungsplan blind zu folgen, ich musste für mich selbst herausfinden, was mein Körper braucht, selbst anfangen zu denken, das konnte mir auch kein Arzt abnehmen. Hätte mein (unglaublich toleranter und geduldiger) Mann mich damals nicht dazu getreten, mit dem Ernährungstagebuch anzufangen, hätte ich keine Chance gehabt, all die Zusammenhänge zu ermitteln. Es dauerte noch Monate, bis sich meine arme Haut erholte, und sicher wäre es noch schneller gegangen, doch da ich alles selbst herausfinden musste, unterliefen natürlich noch Fehler. Aber es tut gut, die Sache jetzt im Griff zu haben und nach und nach konnte ich auch wieder mehr Lebensmittel einführen bzw. in größeren Mengen vertragen. Mittlerweile gibt es eigentlich nichts mehr, was ich nicht (manches eben nur in Ausnahmen) essen kann. Im Übrigen habe ich dadurch, dass ich jetzt viel Fett und Protein esse einen sehr stabilen Blutzucker, ich habe viel Energie und Bewegungsdrang, bin viel fröhlicher und ausgeglichener, meine schweren Schlafstörungen sind weg, meine Verdauung ist gut und ich kann soziale Interaktionen inzwischen richtig genießen und mich gut konzentrieren.

Ein weiteres großes Thema neben der Ernährung ist Stress. Ich habe immer dazu geneigt, mir Dinge extrem zu Herzen zu nehmen und mir zu viele Sorgen zu machen (was aber auch physiologisch bedingt sein kann), was dazu führt, dass unser Immunsystem überreagiert und in Alarmbereitschaft versetzt wird und viele Mastzellen bildet, die den Körper dann mit Histamin vollpumpen, weil der Körper denkt, er müsste eine Bedrohung bekämpfen. Was mir dagegen sehr gut geholfen hat, ist tägliche Meditation und Qigong und das Arbeiten an meiner Lebenseinstellung.

Die Erfahrungen, die ich über die Jahre gemacht habe zusammen mit gezielten Fortbildungen machen es mir nun möglich, anderen Betroffenen zu helfen. Die Hirnkrebserkrankung meines Vaters 2016 öffnete mir die Augen, dass es meist gar nicht darum geht, den anderen mit Informationen zuzuwerfen, und dass ich einem Menschen nicht helfen kann, wenn ich nicht verstehe, was sein wahres, zugrundelegendes Lebensbedürfnis ist, wonach es ihn wirklich hungert und dürstet.


Ich hoffe, ich konnte dich ein bisschen inspirieren, nicht aufzugeben und nicht alles zu schlucken was dir gesagt wird und anzufangen, auf deinen Körper zu hören und du wirst dich wundern, wozu dein Körper in der Lage ist! Ich hatte es oft, dass eine ND Stelle für Jahre bestand und ich nicht mehr daran geglaubt habe, dass das jemals weggehen könnte und ich wurde oftmals sehr überrascht. Auch ist es oft schwer sich vorstellen zu können: „ICH soll gesund und schön werden können?“ Aber man muss daran glauben, das ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist, für dich persönlich einen Grund zu finden, wofür du gesund sein möchtest.

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Mai ’15 in Ägypten – Haut schön, aber einiges an Gewicht verloren (das hier war schon am Ende der Reise, wo ich bereits wieder etwas Gewicht und Muskeln zugelegt hatte)
August2015
August ’15 – So gut wie symptomfrei und wieder bei einem gesünderen Gewicht.

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt. ~Hippokrates von Kos (460 bis etwa 377 v. Chr.), griechischer Arzt, »Vater der Heilkunde«

My biggest challenge wasn’t healing the disease, but losing all the fear and conditioning that the doctors instilled in me. ~Phil Escott

20 thoughts on “Meine Geschichte

  • 26. September 2015 at 22:14
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    Wow, ich erkenne mich in so vielen Punkten deiner Geschichte wieder. Ich bin Biologin, habe Neurodermitis, die auch bei mir, vor allem durch eine Histaminintoleranz ausgelöst wird. Auch dein langer Leidensweg kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich bin erst nach langem Suchen auf die Ursache gestoßen.

    Ich finde es toll, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst. Du kannst wirklich stolz auf dich sein was du mittlerweile erreicht hast, ich finde das einfach toll!

    Ich hoffe auf diesem Blog noch vieles von dir zu lesen, ich habe ihn schon zu meiner Blog-Leseliste hinzugefügt! 😀

    Reply
    • Doro
      26. September 2015 at 22:22
      Permalink

      Hi Anna!
      Gibts ja nicht! Und, wie geht es dir dann mittlerweile? Hast du Besserung erzielen können? Es ist so eine unglaubliche Erleichterung endlich wirklich etwas in der Hand zu haben, auch wenn die Umsetzung manchmal alles andere als leicht ist. Aber schon krass, dass alles, was man von den Ärzten zu hören bekommt ist, dass man sich damit arrangieren muss, anstatt dass sie wenigstens so ehrlich sind, einem zu sagen, dass sie es nicht wissen. Dabei existiert schon soviel Literatur dazu. Ich hoffe wirklich, dass Ernährung mehr in den Fokus der praktischen Medizin rückt. Freut mich, dass dir mein Blog gefällt, ich habe jetzt endlich etwas Ferien und habe vor, ihn nach und nach zu füllen.=)
      LG,
      Doro

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  • 15. Januar 2016 at 18:24
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    Hallo Doro,
    ich hab deinen Bericht mit großen Interesse gelesen und fand es sehr bemerkenswert wie viel du durchgehalten hast, echt Respekt, Gott sei Dank hast du was gefunden. Deinen Leidensweg kenn ich auch, durch die gleichen Symptome, und auch ich habe meinen Weg gefunden und schon sehr lange Ruhe. Ich bin aktiv in einer geheimen Facebook-Gruppe und hab mal deinen Link gepostet Wir sind eine kleine Gruppe und suchen nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten für Neurodermitis– so heißt auch die Gruppe. Sicherlich werde ich weiter verfolgen, wie es dir in Zukunft so geht, hoffentlich immer besser, alles liebe für dich Jutta

    Reply
    • Doro
      15. Januar 2016 at 18:37
      Permalink

      Hallo Jutta,
      dankeschön, ja es war oft zum Verzweifeln und man fühlt sich alleine und nicht verstanden. Aber alleine schon zu wissen, dass es irgendwie möglich ist, spornt einen ungemein an. Was würdest du sagen, was bei dir die Hauptursachen waren? Freue mich sehr für dich, dass auch du deinen Weg gefunden hast! Ich hoffe, wir können noch viele andere inspirieren, denn wenn die Ärzte uns nicht helfen, müssen wir es gegenseitig tun. Mir geht es ziemlich gut mittlerweile, kann auch essenstechnisch mehr vertragen. Heute war ich joggen und konnte schwitzen ohne die kleinste Reaktion. Es sind diese kleinen Dinge, die nur wenige Menschen verstehen. Allerdings muss ich trotzdem weiterhin diszipliniert meinen Weg verfolgen, aber ich weiß ja, wofür ich es tue. Dir auch weiterhin alles Gute und viel Gesundheit! =)
      LG,
      Doro

      Reply
  • 22. Januar 2016 at 21:14
    Permalink

    Liebe Doro,
    Bei mir gibt es sehr viele Sachen, die ich aufführen könnte.Es ging mir schon lange sehr schlecht und war damals mal wieder bei meiner Hautärztin und die sagte Frau Wagner finden sie sich doch endlich damit ab, dann wird es ihnen auch besser gehen. Und irgendwie war das dann mein Anlass. Ich informierte mich überall und wollte schon nach Israel, doch durch eine Bekannte, erfuhr ich von der basischen Pflegecremes von Siriderma und wollte doch nochmal was probieren. Ich habe sozusagen einen Kortison Entzug mitmachen müssen. Ich hab mich mit der Zinkcreme dick eingecremt und dann eingewickelt. Morgens abgewaschen und eine Aufbaucreme aufgetragen. Die Haut hat sich gewehrt; es nässte und schuppte ,sie wurde auch eitrig. Ich habe sie wochenlang behandelt. Aber da ich auch eine Verbesserung bemerkte und die Zinkcreme den Juckreiz sehr gut nahm, war ich zuversichtlich und machte trotz Rückschlägen weiter. Nach und nach wurde die Haut besser und stabiler, die Ekzeme zogen sich zurück. Zuerst wurde mein Gesicht besser und dann die Gelenke am längsten hatte ich die Hände betroffen. Ich brauchte kein Cortison, und das hat mich motiviert weiter zu machen. Natürlich hab ich versucht mich gut zu ernähren: nur das was ich wirklich als für mich verträglich eingestuft habe. Dann möglichst sehr vitaminreich: Mineraltabletten, Vitamin B Komplex , Öle mit Gammalinolensäuren ect. Bäder mit natürlichen Olivenöl und Sahne: Heute würde ich Basenbäder machen. Ich ging ab da regelmäßig in die Sauna um die Haut zum schwitzen zu bewegen natürlich ohne Aufgüsse und nicht zu lang oder zu heiß. Ich machte regelmäßig Autogenes Training oder einen Mittagsschlaf um die täglichen Belastungen abzumildern. Ich achtete auf ein gutes Umfeld und hatte Glück einen Lebenspartner zu finden, der mich unterstütze und bekam auch die Kinder die ich mir gewünscht habe. Ich bin sehr Gesundheitsbewußt und für alternative Heilmethoden offen. Ich habe jetzt schon über 20 Jahre Ruhe und lebe sehr bewußt heute mache ich Yoga und bin beruflich sehr eingespannt und trotzdem super belastbar und werde kaum krank. Ich habe zwar meine Allergien und das Asthma aber das belastet mich nicht so. Natürlich hoffe ich, auch das noch eines Tages in den Griff zu bekommen und gebe nicht auf. Was ich im Übrigen keinem raten würde es gibt so viel, und wie du schon schreibst, viele Wege die man beschreiten kann, man muss nur mutig sein und auf die innere Stimme hören. Dir alles Liebe weiterhin 🙂 Jutta

    Reply
  • 19. Februar 2016 at 19:14
    Permalink

    Hallo Doro,

    ich bin durch Deine Beiträge auf LIBASE auf deinen Blog gestoßen.
    Ich bin zwar nicht selber betroffen, aber meine 24-jährige Tochter hat große Probleme, viele Allergien, Asthma, oft starke Darmbeschwerden, Bauchschmerzen etc.
    Viele Sympthome und Beschwerden, die du beschrieben hattest, treffen eins zu eins auch auf sie zu.
    Wir sind zur Zeit viel am Ausprobieren und deinen Blog zu lesen macht Mut und gibt Kraft nicht aufzugeben.
    Vielen Dank dafür. So eine ausführliche Seite mit Erfahrungen von jemanden, der selber davon betroffen ist, habe ich lange gesucht.
    Was ich dich aber fragen wollte. Hast du dich auch einmal auf Nahrungsmittelallergien speziell testen lassen? Also nicht dieser umstrittene IGG-Test, sondern richtig auf IG4 Nahrungsmittelallergien?

    Liebe Grüße von Jana

    Reply
    • Doro
      19. Februar 2016 at 23:21
      Permalink

      Hallo Jana,
      schön, dass du meine Seite gefunden hast, ich hoffe, dass sie euch ein wenig weiterhilft. Finde das toll, dass du so versuchst deiner Tochter zu helfen. Über diesen IgG / IgG4 bin ich mir immer noch nicht so wirklich im Klaren. Habe ihn kürzlich auf Verordnung meiner Heilpraktikerin gemacht, und kamen auch z.T erhöhte Werte bei Pools raus (bis Höhe 3 auf einer Skala von 0-6), aber das wäre angeblich nicht bedenklich. Scheint mir nicht wirklich was gebracht zu haben. Kann mir schon vorstellen, dass es Sinn machen kann, aber irgendwie scheint noch keiner so richtig zu wissen, wie man die Ergebnisse zu intepretieren hat. Vielleicht steckt es einfach noch zu sehr in den Kinderschuhen. Ich würde an eurer Stelle erstmal an anderer Stelle suchen. Ich persönlich halte das Führen eines Ernährungstagebuchs + Eliminationsdiät noch für das mit Abstand Aussagekräftigste.
      Alles Gute und liebe Grüße,
      Doro

      Reply
  • 30. Juni 2016 at 17:40
    Permalink

    Hallo liebe Doro,

    ich bin auch durch Libase auf Deinen Blog gestoßen. Ich erkenne mich auch in vielen Deiner Symptome wieder. Habe seit Geburt an Probleme und jetzt nach 21 Jahren kam dank eines Gentests endlich die Diagnose : erblich bedingte Histaminintoleranz. Ein Gendefekt auf dem DAO bildenden Gen ist Schuld… Zusatzlich habe ich auch noch eine Fructoseintoleranz, multiple Allergien und eine Glutensensivität.
    Leider ist die erbliche HIT sehr sehr selten und ich habe noch kaum Informationen dazu, bzw kenne keine Betroffene. Kannst Du mir da zufällig weiterhelfen? 🙂

    Liebe Grüße
    Amelie 🙂

    Reply
    • Doro
      6. Juli 2016 at 14:38
      Permalink

      Hey Amelie,
      danke für deinen Kommentar! =) Klingt ja wirklich ähnlich wie bei mir. Wie genau heißt das betroffene Gen? Die Sache ist die, dass Gene unser Schicksal nicht in Stein meißeln. Sie werden nur je nach Umweltsituation an oder ausgeschaltet und da gibt es viele Möglichkeiten, sie durch Lebensstil zu beeinflussen, es erfordert aber Geduld. Kennst du die Seite vom Lowhistaminechef bzw. kannst du gut Englisch? Auch bei ihr wurden auch verschiedene Genvarianten festgestellt (Gendefekt klingt immer so negativ behaftet), die es bei ihr eigentlich unmöglich machen sollten, dass sie gewisse Lebensmittel, wie Kurkuma, verträgt, aber mittlerweile verträgt sie alles. Oder die Seite von Allison Vickery, die ihr Leben lang an DAO-Mangel litt: http://alisonvickery.com.au Die Forschung dahingehend steckt noch ziemlich in den Kinderschuhen, also lass dir keine Angst einjagen oder Beschränkungen auferlegen. Es ist gut, dass du jetzt deine Ausgangsbasis kennst, aber das ist noch lange nicht das Ende vom Lied. Ich werde dahingehend auch noch weiterrecherchieren.
      Dir alles Gute und hoffe noch von dir zu hören!
      Doro

      Reply
      • 11. Juli 2016 at 12:47
        Permalink

        Hey Doro,
        vielen Dank für Deine Antwort! Laut Laborbefund heißt das Gen “DAO bzw. ABP1”. Sagt Dir das was? Eine schöne Vorstellung, Gene an- und ausschalten zu können, aber richtig vorstellen kann ich mir das nicht … Wie soll das gehen?

        Ja, die Seite Lowhistaminechef kenne ich. Soweit ich das verstanden habe, hat sie aber einen anderen genetischen “Defekt” als ich. Bei ihr scheint das mit den Mastzellen zusammenzuhängen, bei mir ja aber mit der DAO Bildung.

        Ich hoffe auch darauf, dass die Medizin in diese Richtung noch viel forscht, da gibt es nämlich leider noch viel Nachholbedarf… Eine Schande, dass allgemein Nahrungsmittelintoleranzen nicht im Lehrplan des Medizinstudiums stehen…

        Dir auch alles Gute! 🙂
        Amelie

        Reply
        • Doro
          19. Juli 2016 at 14:03
          Permalink

          http://www.histaminintoleranz.ch/de/histaminose_dao-abbaustoerung.html : “Bereits kennt man mehrere DAO-Gen­varianten (umgangs­sprachlich oft als “Gendefekte” bezeichnet), die nach­weislich einen Einfluss auf die DAO-Produktion bzw. auf die DAO-Aktivität haben. Auch hier gilt aber wieder wie bei den DAO-Hemmern: Die verminderte DAO-Aktivität lässt zwar eindeutig den Histamin­spiegel ansteigen, aber dies liess sich bisher nicht klar mit der HIT-Sympto­matik in Verbindung bringen [Maintz et al. 2011]. Personen mit funktions­mindernden Gen­varianten (“Gen­defekten”) haben gemäss dieser Studie nicht nachweis­lich häufiger eine Histamin-Intole­ranz als Personen mit der häufigsten (=”normalen”) Gen­variante.”
          Es sollte zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass es nicht auch andere Ursachen für deine Probleme gibt, in der Regel kommen mehrere Sachen zusammen (aber das kann ich so jetzt nicht beurteilen). So hat meine Mutter zum Beispiel auch das “mutierte Brustkrebsgen” (eine gewisse Genvariante), hat aber keinen bekommen in den typisch jungen Jahren, dann aber mit fast 60 Jahren Altersbrustkrebs (ich denke wegen einer extrem stressigen Zeit ausgelöst) und dabei wurde dann durch Zufall gefunden, dass sie diese Genvariante trägt und dann wurde gleich erstmal den Genen alle Schuld in die Schuhe geschoben. Es wird dann auch immer so negativ von “Defekt” gesprochen, dabei sind diese Gene oftmals gleichsam mit großen Vorteilen verbunden, zum Beispiel größere Resistenz gegen gewisse Krankheiten! Ich denke das wichtige ist, dass du jetzt überhaupt erstmal weißt, was dein Ausgangspunkt ist. Nutze das, nicht um dich entmutigen zu lassen, sondern um jetzt von hier aus zu arbeiten. Ich würde an deiner Stelle soweit möglich alles versuchen, um deinen Körper zu unterstützen. Die für dich richtige Ernährung austesten, auf eine gute Lebensweise achten, den Körper bei der Entgiftung unterstützen, Darm heilen, antientzündlich essen, Toxine meiden.
          Darüber entscheidest du, ob dein Körper positive oder negative Signale erhält, und dementsprechend werden vereinfacht ausgedrückt entsprechende Enzyme bereitgestellt, die gewisse Genabschnitte im Zellkern aktivieren. Erkundige dich auch mal bezüglich Epigenetik. Wir können mit unserer Lebensweise so viel beeinflussen, und nur darauf sollten wir uns konzentrieren, nicht auf die angeblichen Grenzen. Sieh es einfach als deine persönliche Challenge an, und glaube mir, du wirst sehr daran wachsen!

          Reply
  • 8. Dezember 2016 at 11:07
    Permalink

    Hey Doro,

    könntest du meinen Kommentar bitte löschen, weil die Autoeingabe meinen ganzen Namen eingegeben hat und ich nicht möchte, dass der gepostet wird.

    Vielen Dank!

    Reply
    • Doro
      8. Dezember 2016 at 18:16
      Permalink

      Ist erledigt! Kannst es gerne noch einmal posten.

      Reply
  • 28. Dezember 2016 at 14:01
    Permalink

    Liebe Doro,
    ich habe seit ungefähr meinem 7. Lebensjahr Neurodermitis -ohne weitere Allergien.
    Unzählige Hautärzte sagte, ich müsse damit Leben, könne evlt. Linderung finden, wenn ich die Ernährung ändere. Da meine Neurodermitis einfach immer da ist, wußte ich nie, welche Lebensmittel diese den überhaupt beeinflussen. Allergietests waren immer ohne Befund, so dass meine Hautärzte meinten, von der Ernährung käme das wohl eher nicht, sondern eher durch Streß.
    Nun hatte ich vor 5 Wochen eine Magen-Darm-Grippe und die Neurodermitis ist so schlimm. Ich werd noch verrückt. Bin nun bei einer Heilpraktikerin in Behandlung. Eine Stuhlprobe schicke ich morgen ein. Im Januar habe ich mir vorgenommen eine Woche zu fasten und dann ein Ernährungstagebuch zu führen und erstmal die Milchprodukte wegzulassen, ausserdem stark hinstaminhaltige Lebensmittel zu meiden (da habe ich festgestellt, dass ich da reagiere!). Das wird mir sehr schwer fallen. Ich bin mit meinen 41 Jahren so “eingefahren” und muß ja auch noch für meinen Mann und Kinder kochen. Sicher möchte ich das unbedingt machen, aber ich weiß einfach nicht, was ich sonst noch so kochen/essen kann. Ich werde nun deinen Blog nach Tipps durchforsten 🙂 und wünsche dir alles Liebe…folge dir nun auch bei Facebook

    Reply
    • Doro
      28. Dezember 2016 at 18:38
      Permalink

      Hi Myri,
      wow, da hast du aber auch schon einen langen Leidensweg hinter dir, da finde ich es super, dass du es jetzt in die Hand nehmen möchtest! Unser Körper ist eine Wundermaschine, lass dich von niemandem entmutigen. Ich hoffe, ich kann dir mit meiner Seite weiterhelfen, aber wenn du ein bisschen direkt Hilfe brauchst, ich biete ab jetzt auch 1 zu 1 Coaching an. Gerade beim Aufbau deiner Eliminationsdiät kann es sehr hilfreich sein, mit viel System an die Sache ranzugehen, um schnellstmöglich Resultate zu erzielen und Nährstoffmängel zu vermeiden.
      Alles Gute dir! =) Und danke für den Like auf Facebook!^^

      Reply
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